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Familienforschung - Felker

Quelle: Schwarzwälder Bote

Seit 65 Jahren hält der Ehebund

Von Schwarzwälder-Bote 23.12.2013

10611-50 Hoffmann_Paul & Hertha
  1. Foto: Hoffmann Foto: Schwarzwälder-Bote
  2. Mit Genehmigung von Arne Hahn stv. Chefredakteur Schwarzwälder Bote
  3. Bei Rückfragen: Arne.Hahn@schwarzwaelder-bote.de

Paul und Hertha Hoffmann feiern am 25. Dezember Eiserne Hochzeit
Von Gustav Kammerer Zimmern o. R.

Morgen, am ersten Weihnachtsfeiertag, kann das Ehepaar Paul und Hertha Hoffmann, geborene Springer, im Lachengrund 24 das überaus seltene Fest der Eisernen Hochzeit feiern.

Zufrieden und dankbar, das spürt man, schauen sie auf eine lange bewegte gemeinsame Wegstrecke zurück, die ihnen im stetigen Wandel der Zeit Freud und Leid, Glück und Erfolg sowie Geborgenheit gebracht hat. Auch gesundheitlich geht es beiden noch gut.
Der Jubilar ist im Oktober 1926 in Kiselova in der heutigen Ukraine geboren, wo die Eltern einen landwirtschaftlichen Hof hatten. Im Jahre 1928 veräußerten sie den Hof und bauten sich in der Gemeinde Grenzkrug in Ostpreußen mit dem Kauf eines größeren Hofguts eine neue Existenz auf.
Paul Hoffmann legte nach der Schulzeit die landwirtschaftliche Gehilfenprüfung ab und arbeitete auf dem Hof der Eltern. 1944 kam er mit 18 Jahren als Soldat an die Westfront, wo er in Gefangenschaft geriet. Im Jahre 1948 wurde er entlassen.
Inzwischen war die Mutter mit sechs Kindern 1944 nach Schleswig-Holstein geflüchtet, wobei eines der Kinder auf der Flucht gestorben ist. 1946 kehrte der Vater aus der Gefangenschaft zurück.
Hertha Hoffmann erblickte im Dezember 1925 in Heiligenstedtenerkamp, Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein, das Licht der Welt und wohnte mit den Eltern in der Gemeinde Herfahrt. Im Juni 1948 lernte sie Paul bei einer Tanzveranstaltung kennen. Schon am ersten Weihnachtsfeiertag 1948 wurden sie in der alten Dorfkirche in Heiligenstedten getraut.
Zwei Kinder haben sie großgezogen; die Tochter wohnt in Rottweil, der Sohn in Stuttgart. Zwei Enkel und ein Urenkel sind ihr ganzer Stolz. Im Jahre 1952 kam das Jubelpaar nach Zimmern, das ihnen zur zweiten Heimat geworden ist. Hier bauten sie 1969 mit vielen Eigenleistungen ein Haus, in dem sie sich heute noch sehr wohl fühlen.
Von 1952 bis 1976 arbeitete der Jubilar 24 Jahre bei der Baufirma Kübler in Stuttgart als Vorarbeiter und Maurerpolier. Von 1976 bis 1986 war er noch zehn Jahre bei der Firma Eger, Wohnungsbau in Stuttgart, tätig, ehe er mit 60 Jahren in den Ruhestand ging.
Morgen findet an ihrem Ehrentag um 10.15 Uhr in der Kirche in Flözlingen im Rahmen des Gottesdienstes auch die Feier der Eisernen Hochzeit für das Jubelpaar mit Pfarrerin Petra Stromberg und mit musikalischer Umrahmung durch die Familie Mager aus Stetten statt. Im Familien- und Freundeskreis wird anschließend das Jubiläum festlich begangen.

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